Die Wiedervereinigung

Skizze einer Möglichkeit

Die Wiedervereinigung von Yin und Yan, von weiblicher und männlicher Energeie – was ist das?
Sie ist eine Möglichkeit. Eine technologische Möglichkeit.
Keine Ideologie.
Sondern: Technologie.
Schöpfungstechnologie.


Die Metapher des Samens, der von der fruchtbaren Erde aufgenommen wird, ist nur ein Bild, um auf ein grundsätzliches Prinzip von Schöpfung hinzuweisen: wo das Empfangende und das Gebende, das Sich-Öffnende und das Eindringende, das hingebungsvolle und das Vorwärts-stoßende zusammenkommen, entsteht Schöpfung. So einfach. Das ist ein Prinzip von Schöpfung, das sich nicht nur in der Außenwelt, sondern auch in uns beobachten lässt.
Intuition braucht Planung und Struktur, um gut gehalten zu sein. Kreativität braucht den Rahmen, damit das sich ergebende Kunstwerk seine Wirkung entfalten kann. Wir finden in uns und um uns herum überall das Zusammenspiel, den Tanz beider Energien. Und wie das Kunstwerk den Rahmen braucht, braucht der Rahmen – die Struktur, das „Männliche“ – die Kreativität, die Schönheit, das Nährende und Gebärende, um seinen Zweck zu erfüllen. Ohne das Weibliche, das sich ihm hingibt und es mit Schöpfung beschenkt, bleibt das Männliche ohne Funktion. Denn genau das braucht es: gebraucht zu werden. Darin geht es auf. Darin wird es groß und stark. Wenn es dann noch Wertschätzung für seinen Beitrag erfährt, sind seiner Möglichkeiten quasi keine Grenzen gesetzt. Darin liegt der energetische Hack der Wiedervereinigung, quasi als Freie-Energie-Prinzip: das Männliche übersetzt Wertschätzung in körperliche Energie. Aber das nur am Rande, als Begrüßungsgeschenk. Willkommen.


Innere Aktion – was bedeutet das?
Es sind natürlich Widerstände vorprogrammiert, wenn ich es wage, Weiblichkeit und Männlichkeit in den Mund zu nehmen. Auch darum legen wir den Fokus erst einmal auf die Innere Aktion.
Das Innere ist die erste Eben von politischer Heilung und genau die Ebene, auf die der Begriff „Innere Politik“ versucht hinzuweisen: wenn die Welt dein Spiegel ist, findet die Versöhnung und Wiedervereinigung von Weiblichkeit und Männlichkeit, von Hingabe und Führung, von Intuition und Struktur, von Herz und Kopf zuerst wo statt?
Na Logisch: in Dir In Mir. In uns.
Wie im Innen so im Außen ist nicht nur als grundsätzliches Prinzip in zahlreichen Weisheitslehren der Menschheit zu finden, sondern auch die Einsicht, die Politische Heilung und Innere Politik überhaupt inspiriert: Wenn die Welt dein Spiegel ist, wenn das Außen mit dem Innen korrespondiert – wo liegt dann der längste Hebel, die Welt zu gestalten?
Du hast es schon erraten. Natürlich: in dir.
Und so wie wir das Innen nutzen können, um das Außen zu gestalten, können wir den Spiegel, das Außen, so wie unseren Badezimmerspiegel, nutzen, um Einblicke darüber zu bekommen, was eigentlich mit uns, im Innen, los ist.

Warum sind Beziehungen so schwierig geworden?


Die Wiedervereinigung kam als Figur, zu mir, nachdem ich festgestellt habe, dass sich nicht nur in meinem Umfeld sondern scheinbar in einem Großteil abendländischer Kulturen überhaupt eine Schwierigkeit in Beziehungen eingeschlichen hatte, die nicht mehr zu ignorieren ist.
Wenn Menschen sich überhaupt noch entscheiden, Kinder zu zeugen, sind getrennte Elternpaare eher die Regel als die Ausnahme.
Die sich Richtung Aussterben bewegenden Geburtenraten sind ein deutlicher Indikator dafür, dass grundlegende Schöpfungsprinzipien entweder A: nicht mehr funktionieren oder B: nicht mehr angewandt werden. Oder eine Kombination aus beidem.
Frauen klagen darüber, dass sie nicht die richtigen Männer finden.
Männer haben die Partnersuche häufig schon grundsätzlich und stillschweigend eingestellt. Funktionierende Langzeitbeziehungen sind rar geworden.
Und gleichzeitig wünschen sich scheinbar alle das Gleiche: langfristige, intime und vertrauensvolle Beziehungen. Familiengründung. Gemeinsames Wachsen und Altern. Körperliche Nähe, die von emotionaler Nähe und guter Kommunikation begleitet wird.
Warum ist das so schwierig verloren? Und auf welches tiefere Thema weist uns diese Schwierigkeit im Außen, unserem Spiegel, hin?
Und hier kommt mein Punkt. Die Wiedervereinigung, das erfolgreiche Zusammenspiel der Energien auf der Beziehungsebene, ist direkt verknüpft mit der Beziehung der Prinzipien von Weiblichkeit und Männlichkeit in uns selbst. Wo ist in uns ein Haken entstanden, der die Verbindung, den Kontakt und die Ko-Kreation von Yin und Yan verhindert?
Herz über Kopf – das Matriarchat
Ein weiteres Begriffspaar, das die Beziehung von Weiblich und Männlich spiegelt, ist das von Herz und Kopf. Das Herz steht für Weiblichkeit: Öffnung, Empfangen, Hingabe, Liebe, das Nährende, Zärtliche, Gütige, Fließende.
Der Kopf entspricht der männlichen Energie: das Planende, Strukturierende, Definierende, Haltende, Begrenzende.
Mir ist aufgefallen, dass Menschen wenn sie von „Patriarchat“ oder „Matriarchat“ sprechen, häufig gar keine klare Definition haben. Genau so, wie wenn sie „Kapitalismus“ oder „Klimakrise“ sagen. Als Philosoph läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken, wenn wir gesellschaftliche Zusammenhänge mit uns selbst und miteinander verhandeln und noch nicht einmal die grundlegenden Begriffe, die wir tagtäglich tradieren und großzügig in den Raum werfen, definiert haben. Wenn wir grundlegende Begriffe nicht klären, fehlt unserem Haus das Fundament. Hier reicht es dann häufig, einfach mal nach einer Definition fragen und aus aussagenlogischer Sicht fällt das ganze Gebäude unseres Weltbildes (und im Falle des „Patriarchats“ imaginierter Kämpfe im Außen gegen ein unsichtbares, undefiniertes Dingsbums – im Zweifel halt „Männer“ – ), zusammen.
Lasst uns also die Chance nutzen hier einmal mit den Werkzeugen innerer Politik genauer hinzuschauen und uns zu fragen, was eigentlich hinter dem „Patriarchat“ steckt und was in der Folge der Weg des Matriarchats sein könnte.
Wir haben unsere inneren Frauen unterdrückt
Das Patriarchat ist die Herrschaft des Kopfes. Nicht aus Böswilligkeit heraus. Sondern aus der Angst. Wenn wir uns fragen, welche der beiden Energien, welchen Zugang wir verschüttet haben und welche der beiden Partner, Herz oder Kopf, den anderen eingeengt hat, dürfte die Antwort klar sein: wir haben die Rolle des Kopfes stark übertrieben. Das ist das eigentliche Patriarchat. Nicht die Herrschaft der Männer über die Frauen. Nicht einmal wirklich die Herrschaft des Kopfes über das Herz. Sondern: eine Disbalance, die sich aus einer Angst des Männlichen, des Kopfes, ergeben hat und deshalb in Kotrolle und Gewalt gemündet ist.
Ich weiß: das klingt wild. Ist es auch. Und trotzdem kann jeder in sich selbst und in unsere Kultur nachprüfen: haben wir zu viel Herz oder zu viel Kopf?
Und hier kommt die Bewegung an einen Punkt, wo wir die Möglichkeit eines echten Feminismus am Kern der Sache berühren. Wo klar wird, was das, was wir uns als Matriarchat vorstellen, eigentlich bedeutet: die Führung des Herzens. Nicht um den Kopf klein zu machen. Nicht, um sich am Männlichen zu rächen. Sondern den Weg zu bereiten für eine Rückkehr zur Liebe. Zur Umarmung selbst dessen, was sich aus einer Angst in eine Bewegung der Kontrolle und Gewalt begeben hat.
Nicht, weil es weh tun wollte.
Sondern weil es Angst hatte, nicht genug zu sein.
Weil es nicht gelernt hat, dem Weiblichen den Raum zu geben, den es braucht, um sich voll zu entfalten und seine Form von Führung durch Hingabe anzubieten. Das Matriarchat entsteht nicht allein auf der Beziehungsebene – es entsteht zuerst in uns, als eine Hinwendung zum Herzen. Zur Güte, zur Hingabe, zum Nährenden. Liebenden, Zärtlichen. Sowohl in Frauen wie in Männern. Denn das Yan kann das Yin nicht unterdrücken, ohne sich selbst zu unterdrücken. Das Männliche kann das Weibliche nicht einengen, ohne sich selbst zu begrenzen. Beide sind eins. Ein gemeinsames Projekt, wieder in eine Balance zu kommen, weil dieses Gleichgewicht, Heilung und in ihrer Folge Kreation überhaupt nur als ein gemeinsames Projekt zu denken ist, das ist die Wiedervereinigung.


Uni et Liebera! – Die Zeugung einer neuen Zeit.


Wenn wir wirklich verstehen, dass das Gleichgewicht von Yin und Yan ein gemeinsames Projekt ist, dass das Männliche so viel Raum eingenommen hat, weil ihm das Weibliche verwehrt war, dass das Eine nur mit dem Anderen heilt und dass es das Projekt von Männern wie Frauen sein darf, zurück zu ihrem Herzen zu finden, dann kann etwas geschehen, worauf der Untertitel der Wiedervereinigung hinweist: Die Zeugung einer neuen Zeit.
Das Märchen eines Kampfes zwischen den Geschlechtern ist ein Spiegel der inneren Verwirrung zwischen Herz und Kopf. Am Anfang der Wiedervereinigung steht die tiefe Erkenntnis: wir waren nie getrennt. Weil das YinYan nicht zu trennen ist. Wir sind nur auf die Story hereingefallen, das Eine können leiden, ohne dass das Andere in gleichem Maße leidet. Das Eine könne heilen, ohne dass das Andere heilt.


Es nützt dem Weiblichen nichts, wenn wir es abschaffen, um es zu retten. Eine „Befreiung der Frauen“ als Krieg gegen Männlichkeit zu begreifen, ist deshalb dem Scheitern geweiht und wird nur noch mehr Gewalt und Zerstörung verursachen, well hier das Eine letztlich gegen sich selbst kämpft und damit dem Femininen einen Bärendienst erweist. Viel Spaß, wer das zu seinem Projekt machen möchte. Wir warten dann schonmal im nächsten Kapitel der Geschichte.
Geben wir die Idee des Kampfes auf und verbinden uns mit dem Weiblichen, unserem Herzen, entsteht die Öffnung, auf die beide Prinzipien für ihre Heilung – ihre Ganzwerdung – angewiesen sind.
Das Eine bedingt das Andere und wenn die Kooperation gelingt, entsteht im Innen wie im Außen das eigentliche Projekt: Schöpfung selbst.


Kinder sind nur die deutlichste und vielleicht körperlichste Erinnerung daran, dass das Wunder von Kreation durch uns kommt, wenn Weiblich und Männlich sich vereinigen.
Der Wahlspruch der Wiedervereinigung – Uni et Libera! – Vereine und Befreie! ist also die Antwort auf das, was uns von unserer gemeinsamen Möglichkeit zur Schöpfung getrennt hat und seinen deutlichen Ausdruck in den sinkenden Geburtenraten und steigenden Suizidraten, gerade unter Männern, zeigt: Teile und herrsche ist der Mechanismus, der auf der Metaebene gut versteckt mit der Geschichte eines Krieges zwischen den Geschlechtern durch die Hintertür Eingang in uns und unsere Beziehungen gefunden hat, Frauen in ihre Köpfe gezwungen, Männer von ihren Herzen abgeschnitten und die Aufmerksamkeit weg von der Schönheit gemeinsamer Schöpfung gelenkt hat. Das Projekt Wiedervereinigung zeigt: Hier raus kommen wir gemeinsam. Nicht weil wir einen Kampf gewinnen müssten. Sondern, weil Schöpfung so schön ist. Weil Zeugung und Schwangerschaft, Geburt und Stillen, eines Kindes oder eines Kunstwerks, uns mit dem eigentlich Wunder in Verbindung bringt: dem göttlichen Werk, das durch uns geschieht.
Also:
Uni et Libera!
Vereine und Befreie!


Erst im Innen.
Dann im Außen.


Bis gleich
Alles Liebe
Joschka


Am 27.09. beginnt die Wiedervereinigung.
Mit der Inneren Aktion.
Auf politicalhealing.de

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